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SIP

Eine Multi-Stakeholder Plattform in Europa

"Societal Impact of Pain" (SIP) (“die gesellschaftlichen Auswirkungen von Schmerz”) ist eine internationale, multi-Stakeholder Plattform, 2010 gegründet als gemeinsame Initiative der EFIC® und Grünenthals mit dem Ziel:

  • Aufmerksamkeit zu schaffen für die Relevanz der Auswirkungen von Schmerz auf unsere Gesellschaft, Gesundheits- und Wirtschaftssysteme,
  • Information und Erfahrungen zwischen den Europäischen Mitgliedsstaaten auszutauschen und
  • europäische und nationale Strategien für politische Maßnahmen und Aktionspläne für eine verbesserte Schmerzversorgung in Europa zu entwickeln.

Die Plattform bietet daher eine Diskussionsmöglichkeit für Vertreter des Gesundheitssystems, Schmerzorganisationen, Politiker, Krankenkassen, Versicherungen und Vertretern von Gesundheits- und Aufsichtsbehörden.

Hintergrund

Chronischer, unbehandelter Schmerz ist eines der größten ungelösten Gesundheitsprobleme in Europa. Es spiegelt enorme damit verbundene Kosten für die Wirtschaft wider: direkte finanzielle Kosten wie Ausgleich für Behandlung oder Schmerzmedikamente, indirekte Kosten verbunden mit Arbeitsplatzverlust oder längere Abwesenheit von Arbeitsplatz, sowie gesellschaftliche Kosten in Bezug auf die Reduzierung der Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Familien und der direkten Gesellschaft.

20% der Erwachsenen – oder 80 Millionen Europäer – und 50% der älteren Bevölkerung sind von chronischen Schmerzen betroffen; fast 9% der EU Bevölkerung leiden täglich unter Schmerzen. Der angemessene Zugang zur Schmerzbehandlung ist jedoch noch nicht in allen EU Staaten gesichert. Obwohl akuter Schmerz als Symptom einer Krankheit oder Verletzung angesehen wird, ist chronischer, wiederkehrender oder anhaltender Schmerz ein spezifisches Gesundheitsproblem und sollte als solches als eigenständige Krankheit anerkannt werden.1 Das Ausmaß der chronischen Schmerzen in Bezug auf menschliches Leid und Kosten für die Gesellschaft sind im Bereich der Schmerz-Medizin gut bekannt. Allerdings wird es innerhalb der größeren biomedizinischen Gemeinschaft nicht geschätzt, darunter Entscheidungsträger der Sozialpolitik und in der breiten Öffentlichkeit.

1 Kleijnen et al.: Reflection process on chronic diseases in the EU – the role of chronic pain. Systematic Literature Report, May 2012. http://www.sip-platform.eu/tl_files/redakteur-bereich/Home/ReflectionProcess_screen.pdf

Grünenthal befürwortet einen neuen und ganzheitlichen Ansatz im europäischen Schmerzmanagement

Chronischer Schmerz ist eines der kostenintensivsten Krankheitsbilder in den Industriestaaten sowie Hauptgrund für gesundheitsbedingte Abwesenheit am Arbeitsplatz und Frühverrentung. Trotz seiner sozial-ökonomischen Relevanz wird chronischer Schmerz oft von den Gesundheitssystemen und politischen Entscheidungsträgern nicht als eigenständige Krankheit anerkannt. Dies war eins der Hauptergebnisse des diesjährigen Symposiums “Societal Impact of Pain”.

Grünenthal ist überzeugt davon, dass die komplexe Natur des Schmerzes ein ganzheitliches Bestreben von Prävention über frühzeitige Diagnose bis hin zur höchsteffektiven Behandlung erfordert. Dieses Bestreben muss den Patienten von Anfang an involvieren und die multidisziplinären Aspekte des chronischen Schmerzmanagements einschließen. In der Praxis bedeutet dies, dass die politischen Entscheidungsträger, Gesundheitsfachkräfte, Ausgabenträger und die Industrie dringend zusammenarbeiten müssen, um den gesamten Ansatz zu modernisieren.

Eine Notwendigkeit für Innovationen

Entgegen der Trends der Industrie bezüglich Absatzeinbußen bei Blockbuster-Medikamenten aufgrund des Patentverlusts hat Grünenthal seine Investitionen in Forschung und Entwicklung erhöht und einen organisatorischen Rahmen geschaffen, der Innovationen voranreibt. Grünenthal investierte ungefähr 25% seines Gewinns aus dem Jahre 2011 in Forschung und Entwicklung, weit mehr als der Branchendurchschnitt von 15-17%.

“Bei unserer Suche nach Antworten auf die unbefriedigten medizinischen Bedürfnisse in Bezug auf Schmerz und darüber hinaus, haben wir eine patientenzentrierte Innovationskultur entwickelt, von der wir glauben, dass sie in unserer Industrie einzigartig ist. Wir investieren in Innovationen zum Nutzen der Patienten wie auch der Gesundheitssysteme und nutzen unsere Expertise im Bereich der Schmerzmedikation, um die Therapiestandards kontinuierlich zu verbessern”, sagt Harald F. Stock und forderte die Kostenträger und Entscheider auf, eine viel weitere, strategische Perspektive in ihren Beratungen zu Dienstleistungen und der Verteilung von Ressourcen im Bereich der Schmerzversorgung einzunehmen.

“Um die heutige Schmerzbehandlung aus der Sackgasse zu führen, ist es absolut notwendig, dass chronischer Schmerz und seine Behandlung auf dem Programm der Entscheider im Gesundheitswesen weiter oben platziert wird. Patienten haben das Recht, zu effektiveren, sichereren Behandlungsmethoden mit weniger Nebenwirkungen Zugang zu haben – ein Recht, das in Entscheidungen über Kostenerstattung für neue Schmerzmittel reflektiert werden sollte”, schlussfolgert Grünenthal CEO, Harald F. Stock.

Grünenthals Verpflichtung gegenüber der Förderung von Innovation für die Verbesserung des Schmerz-Managements in Europa widerspiegelnd, beteiligt sich die Firma aktiv an EUROPAIN, einer öffentlich-privaten Partnerschaft gefördert durch die Innovative Medicines Initiative (IMI) der EU Kommission und pharmazeutischer Unternehmen unter der Schirmherrschaft der European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA) zur Umsetzung eines Fünf-Jahre-Forschungsprojekts, um die Behandlung chronischer Schmerzen zu verstehen und zu verbessern. Das Projekt läuft nun seit zwei Jahren und hat schon einige wichtige Ergebnisse hervorgebracht, welche die Möglichkeit, klinische Effekte neuer Schmerzmedikamente vorherzusehen, verbessern wird.