Pressemeldung (25.02.2015)

Die Initiative „My pain feels like…” von Grünenthal unterstützt eine neue Interessengruppe zu Gehirn, Psyche und Schmerz des Europäischen Parlaments

Weitere Informationen

Für mehr Informationen über die Initiative "My pain feels like…" besuchen Sie bitte die lokalen Internetseiten:

My Pain Feels Like...

Eine Initiative zur Unterstützung von Schmerzpatienten

My Pain Feels Like...

Schmerz kann in vielen verschiedenen Formen auftreten und Menschen in unterschiedlichster Art und Weise beeinträchtigen. Neuropathischer Schmerz ist eine Krankheit, an der besonders viele Menschen leiden, ca. 26 Millionen Patienten weltweit1. Lediglich 40-60% dieser Patienten gelingt es, eine angemessene Reduktion ihrer Schmerzen zu erreichen2. Daran wird deutlich, wie wichtig es ist, die Schmerzdiagnose und Behandlungsmaßnahmen zu verbessern.

Der Grund für die meist unzureichende Schmerzlinderung bei Patienten ist häufig eine mangelnde Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Viele Menschen haben Schwierigkeiten, ihren Schmerz in Worte zu fassen und detailliert zu beschreiben, wie er sich anfühlt. So kommt es häufig zu einer Fehleinschätzung des Ausmaßes der Beeinträchtigung von Patienten mit Schmerzen. In 80% der Fälle wird diese Beeinträchtigung von Ärzten über- bzw. unterschätzt3.

Die internationale Initiative „My Pain feels like…” wurde 2013 in Zusammenarbeit mit der Montescano Pain School, Italien, ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten zu verbessern. Die Chance, eine frühe und richtige Diagnose und eine erfolgreiche Behandlung zu erhalten, ist weitaus höher, wenn Arzt und Patient die gleiche Sprache sprechen, d.h. Schmerz mit den gleichen Worten beschreiben.

Um dieses Ziel zu erreichen hat Grünenthal eine Internetseite für Patienten entwickelt: www.mypainfeelslike.com. Hier erhalten Patienten Informationen über unterschiedliche Schmerzarten, können Erfahrungsberichte anderer Schmerzpatienten lesen und einen Fragebogen ausfüllen, der ihren individuellen Schmerz erfasst.

In den Jahren 2014 und 2015 hat Grünenthal die “My Pain feels like…” Initiative wiederholt im europäischen Parlament vorgestellt. Für weitere Informationen hierzu klicken Sie bitte auf die folgenden Links

 

"My Pain Questionnaire" (Schmerzfragebogen)

Schmerzfragebogen

Die Internetseite www.mypainfeelslike.com bietet einen Fragebogen an, der Patienten dabei hilft zu beschreiben, wie sie ihren Schmerz wahrnehmen, wo sich der Schmerz genau befindet und wie er ihr tägliches Leben beeinflusst. Patienten können ihre Symptome detailliert beschreiben, das individuelle Ergebnis ausdrucken und den ausgefüllten Schmerzfragebogen zu ihrem nächsten Arztbesuch mitnehmen. Es ist oft schwierig, in der Kürze der Zeit, die im Arztgespräch bleibt, die treffenden Worte zu finden, um den eigenen Schmerz ausreichend zu beschreiben. Der Schmerzfragebogen gibt daher viele konkrete Beispiele an und unterstützt Patienten dabei, ihren Arzttermin detailliert vorzubereiten.

Der Schmerzfragebogen kann Ärzte bei der Diagnose sowie bei der angemessenen Behandlung ihrer Patienten unterstützen. Die Begriffe, mit denen Patienten ihren Schmerz beschreiben, z.B. „elektrische Schocks auf der Haut“ oder „spitze Reißzwecke oder Nadeln“, werden am Ende des Fragebogens in fachsprachliche Ausdrücke übersetzt, mit denen Ärzte vertraut sind. In den gerade gegebenen Beispielen würden „einschießender Schmerz“ und „stechender Schmerz“ als Ergebnis des Fragebogens genannt. Dies sind Begriffe, die Patienten eher selten benutzen, die dem Arzt aber ein klares Bild der Symptome geben.

Informieren Sie sich selbst auf der Internetseite
My pain feels like….

"Pain like a spider crawling under my skin"

 

1 Pal M et al (2009). Vanilloid receptor antagonists: emerging class of novel anti-inflammatory agents for pain management. Curr Pharm Des 15:1008-26
2 Dworkin RH, O'Connor AB, Backonja M, et al (2007). Pharmacologic management of neuropathic pain: evidence-based recommendations. Pain;132:237–51
3 Müller-Schwefe G., et al (2011). Make a CHANGE: optimising communication and pain management decisions. CMRO 27(2):481-488