Schmerzgedächtnis MP3 Podcast

Schmerztherapie

Schmerzen minimieren

Chronische Schmerzen schränken die Lebensqualität beträchtlich ein. Deshalb muss es das Ziel einer Therapie bei chronischen Schmerzen sein, die Schmerzen auf ein Minimum zu reduzieren. Außerdem ist ein frühzeitiger Beginn der Behandlung wichtig, um der Entwicklung eines sogenannten „Schmerzgedächtnisses” vorzubeugen. Unter „Schmerzgedächtnis” wird das Phänomen verstanden, dass nach Ausheilung einer Verletzung die Schmerzen weiter bestehen, die Schmerzen also chronisch werden.

Wegen der komplexen Vorgänge bei chronischen Schmerzen sind weitere, ergänzende Maßnahmen, beispielsweise physikalische Behandlungen und Psychotherapie sowie medikamentöse Behandlung, zu empfehlen. Dafür steht eine große Auswahl an schmerzlindernden Medikamenten (Analgetika) zur Verfügung. Je nach Schmerzintensität werden unterschiedliche Arten von Analgetika eingesetzt. Zur Behandlung leichter Schmerzen eignen sich Nicht-Opioid-Analgetika, die auch „peripher wirksame Analgetika” genannt werden, da sie ihre Wirkung vorwiegend peripher entfalten. Bei stärkeren Schmerzen können Opioide eingesetzt werden, die auch als „zentral wirksame Analgetika” (CAA) bekannt sind, da sie ihre Wirkung vorwiegend zentral (im Gehirn oder Rückenmark) entfalten. Darüber hinaus werden gegebenenfalls sogenannte Koanalgetika eingesetzt. Hauptindikation der Koanalgetika (beispielsweise Antidepressiva) ist nicht die Schmerzlinderung, sie haben aber eine gewisse analgetische Wirkung.

Des Weiteren kann die Schmerztherapie mit nichtmedikamentösen Maßnahmen unterstützt werden, beispielsweise durch transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS), Akupunktur oder Hypnose.

Patientenbotschafter berichten: Therapie und Nebenwirkungen